Leonhard Reßler (47) aus Forst musste schon das zweite Mal in Quarantäne, weil in seinem Umfeld Geimpfte an Corona erkrankt waren. Der Familienvater wundert sich.

Forst/Peiting – Wenn’s in einem Gespräch ums Thema Impfen geht, fällt bei Ungeimpften oft gleich zu Beginn der Satz „ich bin kein Impfgegner“. So auch bei Leonhard Reßler aus Forst. Erst sei es ihm wichtig gewesen, dass seine Eltern die Immunisierung bekommen, „aber mir ist das mit der Entwicklung etwas schnell gegangen“, gibt er zu. „Und je mehr ich mitbekommen habe, desto komischer wurde es.“

Der 47-Jährige schließe nicht aus, sich noch impfen zu lassen, „aber nach den jetzigen Erfahrungen kann man schon ins Grübeln kommen“, sagt er.

Los ging es Ende August. Reßler, der als Gärtnereiausbilder in Herzogsägmühle arbeitet, verabschiedete sich zwei Wochen in Urlaub und machte mit der Familie gleich zu Beginn einen Salzburg-Ausflug. Bei der Rückkehr hatte er plötzlich ganz viele Nachrichten von seinem Arbeitgeber auf dem Handy: Ein Praktikant, mit dem Reßler an seinem letzten Arbeitstag vor dem Urlaub noch Kontakt hatte, sei positiv auf Corona getestet worden. Dass er erst nach einer knappen Woche informiert wurde, „ist eben so, da mache ich dem Gesundheitsamt keinen Vorwurf“, sagt Reßler. Für ihn war anschließend eine Woche Quarantäne angesagt, er selbst hatte sich nicht angesteckt. „Danach habe ich den Praktikanten nochmal getroffen und erfahren, dass er geimpft war“, sagt Reßler. Den jungen Mann habe es durch Corona heftiger erwischt, er sei zwei Wochen krankgeschrieben gewesen und habe zwei weitere Wochen keinen Sport machen dürfen.

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